Dr. Harder - Ihr Arzt für Erkrankungen von Hals, Nase und Ohren sowie Allergien und Störungen des Immunsystems in Chur

Was wird bei uns behandelt?

Unsere Praxis bietet eine umfassende Abklärung und Behandlung von Krankheiten aus dem gesamten Hals- Nasen- und Ohrengebiet sowie von Allergien und Störungen des Immunsystems.

Allergien sind häufig Ursache einer generell erhöhten Infektneigung der Atemwege. Die Zunahme der Umweltschadstoffe und des Pollengehaltes belasten vermehrt die Schleimhäute der Atemwege und werden für die Zunahme von chronischen Krankheiten der oberen und unteren Atemwege (Nasennebenhöhlen- und Lungenkrankheiten) verantwortlich gemacht. Allergien oder allgemein immunologisch verursachte Erkrankungen können in nahezu allen Organen des Körpers ablaufen. Häufig handelt es sich dabei um Krankheiten der Atemwege, Haut, Magen-Darm-Trakt und Gelenke (va. Autoimmunerkrankungen). Im Verlaufe der letzten Jahrzehnte ist es es zu einer starken Zunahme allergisch assoziierter Erkankungen gekommen, insbesondere auch im Bereich der Schleimhäute von Hals, Nase, Ohren und der Atemwege allgemein.

Dieser Zusammenhang wird durch das Konzept der "United Airways" verdeutlicht. In Kenntnis dieser funktionellen Einheit, welche nebst der Nase, den Nasennebenhöhlen, dem Rachen und der Lunge auch das Mittelohr umfasst, erfolgt bei uns die spezifische Abklärung und Therapie betroffener Patienten. Gerade bei Kindern ist es wichtig frühzeitig die Veranlagung zur Allergie (Atopie) oder die spezifische Allergie selber zu erkennen. Dies erlaubt frühzeitig in Absprache mit dem Kinder- oder Hausarzt prophylaktische Behandlungsstrategien zu entwickeln. Die Messung des ausgeatmeten Stickstoffmonoxyd-Wertes FeNO (NO-Wert) erlaubt einerseits den Grad der allergischen oder eosinophilen Entzündung in den Atemwegen zu messen. Andererseits ist der NO-Wert ein exzellenter Messparameter um die Dosis der Medikamente (vor allem Cortison) abzuschätzen, welche notwendig ist um wirksam zu behandeln und unnötige Überdosierungen zu vermeiden.

Nasenatmungsbehinderungen und Nasensekretion sind häufig die ersten Symptome einer Affektion der Organe der "United Airways". Bei anhaltenden Beschwerden sollten deshalb die Nase und die Atemwege gezielt nach anatomisch-strukturellen ("architektonischen") Problemzonen oder chronischen Schleimhautaffektionen (Polyposis / Chronische Rhinosinsusitis) untersucht werden. Sollten die Probleme primär auf Schleimhautebene zu finden sein, müssen die Ursachen dieser Schleimhautaffektion ( z.B. Allergie / Infekt) gesucht werden um eine Progression der Problematik und eine Affektion der nachgeschalteten Organe wie z.B. der Lunge (Asthma bronchiale) zu vermeiden. Auch hier ist die Messung des NO-Wertes und die klassische Lungenfunktionsprüfung mit oder ohne Spasmolyse wertvoll. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass in bis zu 80% der chronischen Lungenerkrankungen wie COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Asthma bronchiale jahrelang Nasenbeschwerden wie Fliesschnupfen, Niesreiz oder behinderte Nasenatmung vorausgehen. Bei der Abklärung von Beschwerden in den oberen Atemwegen sollte deshalb gezielt nach Problemen der unteren Atemwege (Lunge) gesucht werden. Selbstverständlich gilt das Gleiche auch für PatientInnen mit Problemen der unteren Atemwege, bei welchen dringend die gute Funktion des "Klimaorganes" Nase geprüft werden sollte. Die gute Klimatisation der Atemluft durch die Nase ist ein wesentlicher Bestandteil für die gute Funktion der nachgeschalteten Atemwege wie Kehlkopf oder Lunge. Nicht selten findet sich begleitend eine Veranlagung zur Allergie (Atopie) oder bereits eine spezifische Allergie, wie z.B. eine Hausstaubmilbenallergie.  Eine Operation der Nase ist vor allem bei strukturell - dominierten ("Architektur")  Beschwerden ins Auge zu fassen.

Bei Asthma oder chronischen Lungenerkrankungen (COPD) muss gezielt nach den Ursachen und Begleitumständen gesucht werden. In bis zu 80 % lassen sich bei asthmatischen Kindern Allergien (z.B. Hausstaubmilbenallergie) diagnostizieren. In diesen Fällen ist es wichtig frühzeitig geeignete Massnahmen im Umfeld des Kindes zu ergreifen (z.B. Anschaffung einen milbendichten Matratzenüberzuges). Häufig (bis 80% !) wird ein Asthma oder auch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) auch bei erwachsenen Personen von einer Nasenatmungsbehinderung begleitet. Die fehlende Klimatisation der Atemluft durch die Nase infolge chronischer Mundatmung ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Asthma-Ursachen. Häufig führt bereits die Verbesserung der Nasenatmung zu einer spürbaren Verbesserung der Atemwegsfunktion.

Im Kindesalter sind für die Nasenatmungsbehinderung häufig Adenoidhyperplasien / Rachenmandelvergrösserungen verantwortlich. Dieselben sind nicht selten mit einer allergischen Disposition (Atopie) verknüpft. Adenoidhyperplasien (Rachenmandelvergrösserungen) gehen zudem einher mit Hörminderungen infolge Tubenventilationsstörungen und Paukenergüssen (Flüssigkeit im Mittelohr). Verständlicherweise besteht dann auch eine erhöhte Tendenz zur Ausbildung von Mittelohrentzündungen Otitis media). Gelegentlich führt die Vergrösserung der Rachen- und Gaumenmandeln (Adenoide und Tonsillen) auch zu Atemaussetzern im Schlaf (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom oder OSAS). Ein OSAS führt nicht selten zu Konzentrationsstörungen und damit Abfall der schulischen Leistungen. In diesen Situationen ist eine gezielte Abklärung unter Berücksichtigung aller relevanter Faktoren notwendig. Es muss entschieden werden ob medikamentös oder operativ behandelt werden muss.

Im Falle einer Allergie muss entschieden werden, ob diese kausal mit einer Allergieimpfung (spezifische Immuntherapie, Desensibilisierung) behandelt werden kann.  Dabei handelt es sich um eine hocheffiziente Therapie bei Insektengiftallergie (Bienen , Wespen und Hornissen, usw), Pollen-, Milben- und Tierallergie. Die Einleitung der spezifischen Immuntherapie bei Insektengiftallergie erfolgt heute via dem Ultra-Rush-Verfahren unter der Leitung von Dr. Harder am Kantonsspital Chur. Die Einleitung der Desensibilisierung bei Pollen-, Milben und Tierallergie kann ambulant in der Spezial-Praxis oder natürlich in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt erfolgen.

Allergische Reaktionen führen häufig auch zu Hautreaktionen, wie beispielsweise Urtikaria (Nesselfieber), Angioödeme oder auch Ekzeme. Nicht immer muss eine allergisch anmutende Erkrankung nur durch Allergien verursacht werden. Gerade bei der chronischen Urtikaria (im Gegensatz zur akuten Urtikaria) überwiegen nicht allergische Faktoren, wie beispielsweise physikalisch irritative Reize. Auch Autoimmunerkrankungen oder Medikamente können zu diesen Hauterkrankungen führen. Häufig sind gar mehrere Ursachen zu finden, die sich gegenseitig verstärken. Die differenzierte Abklärung erlaubt durch das Ergreifen gezielter Massnahmen (zB. Karenz, medikamentöse Therapie) häufig eine deutliche Besserung oder Heilung.

Ein wichtiges Gebiet ist die Diagnose und Therapie von Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zu unterscheiden sind die klassischen Nahrungsmittelallergien von -Unverträglichkeiten. Bei der Allergie können allergische Antikörper gegen das betreffende Nahrungsmittel gefunden werden. Der Nachweis gelingt über Haut- oder auch Bluttests. Diese Tests erlauben aber keinesfalls auf die sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte zu verzichten. Zu vermeiden ist auf jeden Fall eine unnötige Diät, so dass bei Unsicherheiten eine Provokation (ev. verblindet) mit dem vermuteten Nahrungsmittel stattfinden muss. Auch hier erfolgt die Abklärung in Zusammenarbeit mit den spezialisierten universitären Zentren.

 

Ohr

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Praxis besteht in der Abklärung und Behandlung von Hörstörungen und Schwindelerkrankungen.

Hörstörungen führen nicht selten zu unangenehmen Sprachverständnisstörungen. Deshalb sollte eine Höreinbusse auch sorgfältig abgeklärt werden. Handelt es sich um einen Hörsturz, sollte gemäss neuesten Richtlinien Cortison in hoher Dosierung eingesetzt werden.

Gerade auch bei Kindern führen Hörstörungen zu Verhaltensänderungen, Schwierigkeiten beim Spracherwerb und schulischen Problemen. Je nach Schweregrad der Hörstörung und Lokalisation (z.B. Innenohr) sollten Hörgeräte frühzeitig zum Einsatz gelangen. Im Kindesalter können damit Lernschwierigkeiten vermieden und eine normale schulische Entwicklung ermöglicht werden. Die vermuteten Hörstörungen müssen altersgerecht audiologisch abgeklärt werden. Nebst den bekannten Hörtesten (Reintonaudiogramm und Sprachaudiogramm mit und ohne Störlärm), ermöglicht die Ableitung der Otoakustischen Emissionen OAE bei uns schon im frühen Kindesalter eine Hörschwellenbestimmung. Bei Letzterem handelt es sich um ein sogenanntes objektives Verfahren zur Ermittlung der Hörfähigkeit, das sich vor allem im Kleinkindesalter als wertvoll erweist. Falls im Kindesalter eine relevante Hörstörung erkannt wird, muss diese frühzeitig kausal behandelt werden. Hörgeräte ermöglichen dann eine normale Entwicklung. Darum gilt gerade im Kindesalter bei Auffälligkeiten im Spracherwerb, des Verhaltens und der Konzentration, dass frühzeitig eine Hörstörung ausgeschlossen werden muss. Die Abklärung und Therapie erfolgt zusammen mit pädaudiologischen Spezialzentren (.Z.B: Universitätsspital Zurich) sowie den lokal ansässigen LogopädInnen.

Im Erwachsenenalter erhalten Hörgeräte die Kommunikationsfähigkeit und vor allem die Fähigkeit zum Sprachverständnis. Dasselbe nimmt bei lang anhaltender, nicht behandelter Hörstörung ab (zentrale auditive Deprivation). Diesem Umstand muss frühzeitig begegnet werden, da ansonsten die kommunikative-soziale Isolation droht.

Ohrgeräusche oder Tinnitus sollten fachärztlich abgeklärt werden um behandelbare Ursachen erkennen zu können. Die Hörschwellenbestimmung erlaubt eine genauere Beurteilung der Gehörfunktion und gibt auch Information über die Funktion des Hör- und Gleichgewichtsnerven. Das Tinnitusmatching und -masking erlaubt die Zuordnung des Ohrgeräusches.

Eine wichtige Aufgabe des Ohres ist das Gleichgewicht. Die häufigsten Ursachen für Schwindel sind Innenohrstörungen. Die Abklärung von Schwindel bedarf primär einer sorgfältigen körperlich-neurologischen Untersuchung. Sollten in dieser Untersuchung keine weiteren Ursachen für den Schwindel gefunden werden, konzentriert sich die weitere Abklärung auf das Ohr bzw. das Labyrinth des Innenohres. Einen wichtigen Stellenwert in der Abklärung hat die Videookulographie VOG oder Videonystagmographie VNG. Die Ergebnisse dieser Untersuchung erlauben die Ursache festzulegen und gezielte Behandlungsstrategien zu entwickeln (wie z. B. Repositionsmanöver bei Lagerungsschwindel). Einen ganz wichtigen Stellenwert (v.a. bei chronischem Schwindel) nimmt auch die Physiotherapie ein, welche bei Bedarf in Zusammenarbeit mit speziell geschulten PhysiotherapeutInnen eingeleitet wird.

 

Kopfschmerzen sind ein häufiges Problem. Nur die sorgfältige ärzliche Untersuchung und Erhebung der Krankengeschichte erlaubt eine genauere Zuordnung. Häufig können als Ursache muskuläre Verspannungen im Bereich des Nacken- und/oder Kiefergelenkmuskulaturbereiches gefunden werden. Andere Ursachen sind Nasennebenhöhlenerkrankungen (z.B. Sinusitis) oder neurologische Erkrankungen (z.B. Migraine). Je nach Befund erfolgt die weitere Abklärung oder Einleitung der Therapie. 

Bei Schnarchen und schlafbezogenen Atemstörungen (obstruktives Schlafapnoesyndrom OSAS) ist eine gezielte endoskopische Untersuchung notwendig um Atemwegshindernisse und den Ort der Geräuschentstehung erkennen zu können. Es bestehen nicht chirurgische (Protrusionsschiene, Velumount usw) und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten. Für die Therapie ist häufig die Zusammenarbeit mit anderen SpezialistInnen (.z.B. LungenfachärztInnnen) und TherapeutInnen sinnvoll.

 

Nebst der Tätigkeit als Beleg- (HNO-Klinik) und Konsiliararzt (Innere Medizin/Pädiatrie) am Kantonsspital Chur wird eine enge Zusammenarbeit mit den HausärztInnen angestrebt.

Telefonisch erreichen Sie uns wie folgt

Montag  8.00-14.00 Uhr,  Dienstag  8.00 - 11.45, Mittwoch 09.30 11.15 und 14.00 16.00, Donnerstag  8.00 - 11.45,  Freitag 9.00-10.00 (Freitags in der Regel keine Sprechstunde)

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